Massiver Rückenwind für Wolfram Göll
CSU Kammerstein nominiert den amtierenden Bürgermeister als Kandidat für den 8. März
Der amtierende Erste Bürgermeister Kammersteins soll auch das nächste Gemeindeoberhaupt sein: Mit überwältigender Mehrheit hat der CSU-Ortsverband Kammerstein Wolfram Göll zu seinem Kandidaten für die Wahl zum Bürgermeister am 8. März 2026 nominiert – genauer gesagt mit 85,7 Prozent der gültigen Stimmen.
„Ich werde alles tun, um dieses Vertrauen zu rechtfertigen“, sagte Wolfram Göll nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. „Ich werde weiterhin meine ganze Kraft und Energie für die bestmögliche Zukunft der Gemeinde einsetzen“, versprach der 55-jährige Amtsinhaber.
In der Bilanz seiner ersten Amtszeit erklärte Wolfram Göll, dass viel erreicht worden sei. „Vor allem der Start war aber nicht einfach, weil in der Verwaltung sehr viele Probleme zu lösen waren“, so Göll. Er habe den Betrieb im Rathaus systematisch auf neue Beine gestellt und bürgerfreundlich strukturiert.
Als besondere Erfolge seiner Politik in den vergangenen fünfeinhalb Jahren hob der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll den Schulhausneubau, die Neuordnung der Abwasserentsorgung, das Gemeinde-Entwicklungskonzept, die Ansiedlung des Autohauses Rieger, die Sicherstellung, dass neue Windräder zu 100 Prozent in Bürgerhand liegen werden, sowie die Vervielfachung der regenerativen Energieerzeugung auf dem Gemeindegebiet hervor.
Der Schulhaus-Neubau sei eine große Erfolgsgeschichte seiner ersten Amtszeit, betonte der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll: „Die Grundschule wächst und gedeiht. Fürs Frühjahr 2026 planen wir den Umzug unserer Grundschule von Barthelmesaurach an den neuen Standort in Neppersreuth. Noch vor zwei Jahren hätte das niemand für möglich gehalten“, betonte Wolfram Göll.
Die historische einstimmige Entscheidung des Gemeinderats vom 1. März 2023, in Neppersreuth eine achtklassige Schule zu bauen und die alte Schule in Barthelmesaurach zum Hort der Gemeinde mit 125 Plätzen umzubauen, habe den schlimmsten Konflikt der Gemeinde seit der Gebietsreform gelöst, würdigte Göll: „Das war mit Abstand die beste und bedeutendste Entscheidung des Gemeinderats in dieser Amtsperiode: Das Integrierte Ganztags-Schulkonzept der Gemeinde Kammerstein. Wir packen beides mit voller Kraft an, den Neubau der Schule und ab nächstem Jahr den Umbau der alten Schule zum Hort.“
Bei der Entwicklung von Windkraftanlagen in Kammerstein sei aufgrund seiner intensiven Vorarbeit eine gute Lage erreicht, die letztlich zu sechsstelligen jährlichen Einnahmen für die Gemeindekasse führen könne, betonte Göll. „Unser Gemeinderat war dank des Vertrauens der Grundstückseigentümer und meiner Anstrengungen zur Flächensicherung in der luxuriösen Lage, die beste Firma mit der Planung von 100-prozentigen Bürger-Windkraftanlagen zu beauftragen – und haben das auch getan“, so der Bürgermeister.
Der Kammersteiner CSU-Landtagsabgeordnete Volker Bauer begrüßte die Entscheidung des Ortsverbands mit überwältigender Mehrheit. „Unser Wolfram hat die Gemeinde in seiner ersten Wahlperiode sehr vorangebracht“, stellte Bauer fest, der mit beinah 30 Jahren das dienstälteste Mitglied des Gemeinderats ist. Der Kammersteiner CSU-Vorsitzende Patrick Kreß warf angesichts der Lage im Ort einen Blick in die nahe Zukunft. „Wir wünschen uns einen fairen Wahlkampf“, sagte Kreß. „Wir werden jedenfalls dafür einstehen.“
Der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll lobte in seiner Bilanz auch die Entwicklung eines Nahwärmenetzes über eine Genossenschaft als wichtigen Entwicklungsschritt hin zu regenerativer Energieversorgung – sowie als Vorzeigeobjekt der bereits abgeschlossenen Kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Kammerstein.
Göll lobte hier vor allem die Leistung des CSU-Gemeinderatsmitglieds Jürgen Melzer. Der Schreinermeister ist einer der drei Vorstände der Genossenschaft. „Er zeigt hier riesigen Fleiß und steckt viel Arbeit hinein, um Nahwärmenetz voranzutreiben“, lobte Göll. „Und ich selbst unternehme als Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft alles, um das Projekt zu fördern.“
Die Stimmung in der Kammersteiner CSU bestätigte Gölls allgemeine Darstellung. „In der Bevölkerung gibt es sehr viel positive Resonanz auf Wolframs Menschlichkeit und Bürgernähe sowie die entschlossene Entwicklung der Infrastruktur, insbesondere den Schulhaus-Neubau“, fasste Ortsvorsitzender Patrick Kreß zusammen.
Dennoch sei freilich noch einiges zu tun, fügte Göll hinzu. „Insbesondere müssen wir künftig die Finanzlage der Gemeinde wieder konsolidieren“, erklärte er.

Wolfram Göll wurde vom CSU-Ortsverband Kammerstein erneut als Bürgermeisterkandidat nominiert. (Foto: Claudia Spachmüller)
Dazu müsse insbesondere die Einnahmeseite verbessert werden. Gleichzeitig verwies Wolfram Göll darauf, dass die neuen Schulden „ausschließlich durch massive Investitionen in Pflichtaufgaben“ entstanden seien. Dabei sei es sehr erfreulich, dass der Schulhausneubau um rund zwei Millionen Euro günstiger werde als von der Kostenberechnung veranschlagt.
Der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll erwähnte außerdem seinen Einsatz bei der Ansiedlung des Mercedes-Autohauses Rieger. „Der Chef des Autohauses, Markus Rieger, sagt es ganz deutlich: Ohne den Bürgermeister Göll hätten wir uns nicht hier in Kammerstein angesiedelt. Die Ansiedlung des Autohauses Rieger hat zu 50 neuen Arbeitsplätzen und zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen geführt. Außerdem haben wir jetzt die Weltmarke Mercedes in unserer kleinen Gemeinde, das wertet uns enorm auf.“
Er werde künftig insbesondere daran arbeiten, fügte der Wolfram Göll hinzu, weiteres hochwertiges Gewerbe anzusiedeln und Möglichkeiten für weitere Zuzüge auszuweisen. „Mit Augenmaß natürlich, es wird kein blindes Zupflastern geben. Solche Gebiete auszuweisen ist sowieso nicht leicht, da wir sehr wenig nutzbare Flächen haben“, sagte der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll abschließend.

