Starkes Team für die Zukunft
CSU Kammerstein hat eine überzeugende Gemeinderatsliste nominiert – Bürgermeister Göll führt die Liste an
In der Gemeinde Kammerstein stellt Bürgermeister Wolfram Göll die Weichen in Sachen Windkraft klar in Richtung Bürgerwindräder – und übernimmt dabei die gestaltende Rolle. Konkret geht es um das Windkraftgebiet WK 403, von dem sich rund 70 Hektar südwestlich von Albersreuth und nordöstlich von Rudelsdorf auf Kammersteiner Gemeindegebiet befinden. Noch drehen sich keine Windräder in der Gemeinde Kammerstein, doch das könnte sich nach Einschätzung des Bürgermeisters in den kommenden Jahren ändern.
„Über Sinn und Unsinn von Windkraft brauchen wir uns heute nicht zu unterhalten“, machte der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll im Gemeinderat deutlich. „Der Gesetzgeber hat uns da die Entscheidung abgenommen.“ Für ihn ist klar: Ein Windpark wird in diesem Gebiet so oder so entstehen, sobald der neue Regionalplan Windkraft der Planungsregion 7 Rechtskraft erlangt habe. Entscheidend sei daher nicht das Ob, sondern das Wie. „Die Frage ist nur, zu welchen Konditionen das geschieht.“
Diese Konditionen hat der Bürgermeister klar definiert: Kammerstein soll einen Windpark erhalten, „der zu 100 Prozent in Bürgerhand liegt“. Mit dieser Zielsetzung ging Göll in den Gemeinderat – mit Erfolg. Das Gremium entschied sich mit 14 Ja-Stimmen und drei Gegenstimmen für eine Kooperation mit der Firma „Wust Wind & Sonne“ aus Markt Erlbach, die Planung und Bau übernehmen soll. Das Unternehmen galt bereits im Vorfeld als Favorit, da es seit vielen Jahren Bürgerwindparks in der Region realisiert.
Dass die Gemeinde überhaupt in der Lage ist, die Planung selbst zu vergeben, ist maßgeblich dem persönlichen Einsatz des Bürgermeisters zu verdanken. Innerhalb von eineinhalb Jahren hat der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll „in mühevoller Kleinarbeit mit beinahe allen Eigentümern des Gebiets Gestattungsverträge geschlossen“.
Dabei habe ein Argument besonders beeindruckt: „Die Eigentümer der Grundstücke haben sich vor allem davon überzeugen lassen, dass wir als Gemeinde Kammerstein einen Windpark ausschließlich mit 100 Prozent Bürgerbeteiligung bauen wollen. Und ein solches 100-prozentiges Bürger-Projekt garantiert die Firma Wust“, so der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll.
Nach aktuellen Zahlen kontrolliert die Gemeinde über diese Gestattungsverträge inzwischen „knapp 92 Prozent aller Flächen im Gebiet WK 403, die überhaupt für eine Kooperation in Frage kommen“, also mit Ausnahme der Staatswaldflächen. Damit verfüge Kammerstein schon jetzt über „eine überwältigende Mehrheit“, gegen die andere, möglicherweise kommerzielle Investoren kaum Chancen hätten. Die wenigen noch fehlenden Gestattungsverträge seien künftig Aufgabe der Planungsfirma.
Für den Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll ist das Projekt ein zentraler Baustein der kommunalen Zukunftsstrategie. „100-prozentige Bürger-Windkraftanlagen sind für uns als Gemeinde Kammerstein ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, erklärte er. Gleichzeitig profitiere die Kommune finanziell: „Sie bringen der Gemeinde zudem Einiges an Einnahmen in Form von Gewerbesteuer und die EEG-Abgabe von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde.“ Hinzu komme „ein sehr günstiger Stromtarif für die Bürger der Gemeinde“.
Schon jetzt ist die Gemeinde Kammerstein Netto-Stromexporteur, das heißt, dass in der Gemeinde – übers Jahr gerechnet – mehr Strom erzeugt als verbraucht wird. Dazu tragen maßgeblich die drei Freiflächen-Photovoltaikanlagen bei, die in den vergangenen Jahren in der Gemeinde entstanden sind – die etwas ältere Anlage bei Albersreuth sowie die beiden neuen Anlagen bei Volkersgau und vor allem die Zehn-Hektar-Anlage bei Kammerstein, die seit 2020 gebaut wurden.
„Allein die große PV-Anlage bei Kammerstein erzeugt aufs Jahr gerechnet mehr Strom als wir in der Gemeinde verbrauchen“, rechnet der Bürgermeister vor. Dazu muss man wissen, dass ein Windrad allein etwa so viel Strom erzeugt wie eine PV-Anlage von zehn Hektar. „Wenn wir also in einigen Jahren insgesamt sieben Windräder in der Gemeinde haben – drei im WK 403 und vier im WK 85 – dann verachtfachen wir damit unsere Stromproduktion im Gemeindegebiet.“
Der Blick zurück zeigt für den Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll auch, warum ihm das Modell der vollständigen Bürgerbeteiligung bei der Windkraft so wichtig ist. Im bestehenden Gebiet WK 85 zwischen Kammerstein und Albersreuth sei eine solche Lösung „seinerzeit leider nicht gelungen, weil sich andere Akteure die Flächen gesichert hatten“, so der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll. Dort plane die Firma Baywa r.e. einen Windpark und biete bislang lediglich 25 Prozent Bürgerbeteiligung an. Laut dem Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll ist hier allerdings „das letzte Wort noch nicht gesprochen“. Die Betreuung dieses Bürgeranteils hatte der Gemeinderat bereits Ende 2024 ebenfalls an die Firma Wust vergeben.
Alexander Bromberger, der bei der Firma „Wust Wind & Sonne“ die Planungen für Kammerstein betreut, erläuterte die Vorteile der vollständigen Bürgerbeteiligung. Die Bürger könnten „bei wichtigen Fragen direkt bestimmen“, während die Firma lediglich „die Tagesgeschäfte leitet“. Zudem fließe die erwirtschaftete Gewerbesteuer „zum allergrößten Teil in die Kassen der Gemeinde“. Für die beteiligten Bürger bedeute das Projekt eine jährliche Rendite von „mindestens sechs Prozent“.
Als nächsten Schritt haben die Gemeinde Kammerstein und das Unternehmen einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, in dem die Rahmenbedingungen des Projekts festgelegt werden. Im Gemeinderat überwog nach der Entscheidung die Zufriedenheit, viele Mitglieder zeigten sich „sehr erfreut“. Auch der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll zeigte sich erleichtert.
Bromberger hob zudem hervor, wie umsichtig „Wust Wind & Sonne“ bei derartigen Vorhaben vorgehe. Ziel sei es, „Wirtschaftlichkeit und Bürgerinteressen in jedem Fall unter einen Hut zu bringen“. Wichtig sei ihm außerdem, dass die Windräder „mindestens einen Kilometer Abstand zur nächsten Siedlung haben“ – obwohl lediglich 800 Meter vorgeschrieben wären.
Parallel denkt der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll bereits über weitere Schritte nach. Im Raum steht eine interkommunale Zusammenarbeit mit der benachbarten Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach. Deren Vorranggebiet WK 213 grenzt teilweise direkt an das Kammersteiner WK 403. Der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll erklärte, er habe „bereits Kontakt mit dem Windsbacher Kollegen aufgenommen“. Für eine gemeinsame Planung sei es „sehr sinnvoll“, dieselbe Planungsfirma zu beauftragen.
Trotz aller Fortschritte ist Geduld gefragt. Bis sich im Gebiet WK 403 tatsächlich Windräder drehen, werden noch einige Jahre vergehen. Alexander Bromberger rechnet angesichts des „sehr aufwändigen Planungs- und Genehmigungsprozesses“ damit, dass der Bau des Windparks „frühestens 2030 abgeschlossen werden kann“. Für den Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll ist jedoch schon heute klar: Kammerstein soll diesen Weg aktiv, selbstbestimmt und gemeinsam mit seinen Bürgerinnen und Bürgern gehen.

Die Kammersteiner CSU schickt eine superstarke Liste an Gemeinderatskandidaten in die Kommunalwahl am 8. März (v.l.): Andreas Lippert, Stefan Leisten, Andrea Goppelt-Rauschmaier, Jürgen Ploss, MdL Volker Bauer, Bürgermeister Wolfram Göll, Raimund Osterrieder, Ortsvorsitzender Patrick Kreß, Jürgen Götz, Andreas Achinger, Regina Feuerstein.
(Foto: Claudia Spachmüller / www.getinfocus.de)

