Gigabit-Auftrag unterschrieben
Telekom-Tochter baut ab April 2026 in der Gemeinde Kammerstein 740 Glasfaser-Anschlüsse
Das Internet in der Gemeinde Kammerstein wird jetzt giga-schnell: Der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll und der Kommunalberater Glasfaser der Deutschen Telekom, Markus Sand, haben den Ausbau-Vertrag für Glasfaser-Leitungen unterschrieben, die Download-Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich erlauben. Die tatsächlichen Bauarbeiten sollen im April 2026 beginnen.
Die Telekom-Tochter „GlasfaserPlus“ hatte die öffentliche Ausschreibung für den Glasfaser-Ausbau in Kammerstein gewonnen. Nach der Fertigstellung können 740 zusätzliche Haushalte in der Gemeinde Kammerstein Anschlüsse mit einem Tempo von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) nutzen. An der Ausschreibung hatten sich mehrere Netzbetreiber beteiligt. Dabei hat die Firma „GlasfaserPlus“ das wirtschaftlichste Angebot abgegeben.
Ein Glasfaseranschluss überträgt stabil und zuverlässig Daten in Gigabit-Geschwindigkeit. Das neue Netz erlaubt eine Downloadgeschwindigkeit von 1 Gbit/s. Damit können alle bekannten Anwendungen problemlos genutzt werden. In Zukunft sollen sogar noch höhere Geschwindigkeiten möglich sein. Denn die Bandbreite auf einem Glasfaserkabel ist nahezu unbegrenzt.
„Glasfaser ist die Technologie, die die Digitalisierung für alle zugänglich macht. Für Gewerbebetriebe ist Gigabit-Geschwindigkeit heutzutage eine Grundbedingung, sich hier anzusiedeln. Mehr noch: Ein Glasfaseranschluss in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus wird schon bald so wichtig sein wie der Zugang zu Strom und Wasser“, sagte der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll bei der Vertragsunterzeichnung.
„Ich freue mich sehr, dass wir jetzt mit dem Vertrag den Start des Glasfaser-Ausbaus ermöglicht haben und so unseren Bürgerinnen und Bürgern in naher Zukunft schnelles, zuverlässiges Internet bieten können“, so der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll. „Dank der Bezuschussung durch den Freistaat Bayern mit 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben im Rahmen des aktuellen Gigabit-Programms kann unsere Gemeinde den nun geplanten Glasfaserausbau mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand leisten“, lobt der Bürgermeister. Bei dem aktuellen Gigabit-Glasfaserprogramm des Freistaats Bayern handelt es sich bereits um das vierte Breitband-Förderprogramm in der Gemeinde Kammerstein.
Nach der Unterzeichnung der Verträge für den Glasfaser-Ausbau für 740 neue Anschlüsse in der Gemeinde Kammerstein (v.l.): Bürgermeister Wolfram Göll und Markus Sand, Kommunalberater Glasfaser bei der Telekom.
Die 740 neuen Glasfaseranschlüsse an 480 Adressen sind beinah flächendeckend über das ganze Gemeindegebiet verteilt. „740 neue Glasfaser-Anschlüsse, das sind mehr als die Hälfte all unserer rund 1150 privaten Haushalte. Also ein Riesen-Sprung“, rechnet der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll vor. Einige wenige – ungünstig gelegene – Adressen wurden für dieses Mal ausgelassen, um die künftige Nutzung der Bundesförderung nicht zu gefährden, die den nächsten und abschließenden Schritt des Breitband-Ausbaus bilden wird.
Bei ersten Breitband-Ausbauprogramm wurden nur private Häuser und Wohnungen ausgerechnet in den sieben kleinsten (!) Ortsteilen der Gemeinde Kammerstein ans Glasfasernetz angeschlossen. Diese können daher schon seit Jahren das giga-schnelle Internet genießen. Der Grund für diese Kuriosität: In den kleinsten Ortsteilen hatte sich beim damaligen Förderprogramm die Installation eines Umsetzerkastens von Glasfaser- zu Kupferkabel („DSLAM“) nicht gelohnt. Das waren Albersreuth, Haubenhof, Mildach, Poppenreuth, Putzenreuth, Schattenhof und Waikersreuth.
Die Gemeinde Kammerstein war vor einigen Jahren eine der wenigen bayernweiten Pilot-Gemeinden, als das Gewerbegebiet Barthelmesaurach im Rahmen des insgesamt dritten Förderprogramms mit Glasfaser erschlossen wurde, obwohl dort bereits Download-Raten von über 50 Mbit/s möglich waren. Neben dem Gewerbegebiet Barthelmesaurach waren zuvor im Rahmen des zweiten Förderprogramm („Höfebonus“) auch Teile des Altorts von Barthelmesaurach sowie die beiden Raststätten „Kammersteiner Land“ an der Autobahn A6 ans Glasfasernetz angeschlossen.
Den geförderten Ausbau wird die Telekom im Auftrag der „GlasfaserPlus“ GmbH übernehmen. „Bei diesem Projekt werden viele Kilometer Glasfaser mithilfe moderner Baumethoden verlegt. Unser Ziel ist, das Vorhaben schnell und mit möglichst geringen Beeinträchtigungen für die Bürgerinnern und Bürger abzuschließen. Dafür arbeiten wir eng mit der Gemeinde Kammersterin zusammen“, sagt Markus Sand, Kommunalberater Glasfaser bei der Telekom.
Wichtig zu wissen: Immobilien, die im Bereich des geförderten Ausbaus liegen, schließt die Firma „GlasfaserPlus“ grundsätzlich kostenlos an das Glasfasernetz an – unabhängig von der Anzahl der Wohneinheiten. Eigentümer der Immobilien müssen dafür den kostenlosen Hausanschluss beauftragen.

