Historischer Beschluss wird umgesetzt

Ab 2026 wird das Schulhaus Barthelmesaurach zum Hort umgebaut – Kostenberechnung in Auftrag gegeben

In Kammerstein, genauer auf dem Gebiet des benachbarten Ortsteils Neppersreuth, wächst derzeit eine schmucke und hochmoderne neue Grundschule mit acht Klassenzimmern heran. Zu Fasching soll der Schulbau vollendet sein, für Ostern ist der Umzug der Schule von Barthelmesaurach nach Kammerstein-Neppersreuth geplant.

Für Bürgermeister Wolfram Göll ist dieses Projekt jedoch nur ein Teil einer deutlich größeren Vision für die Bildungslandschaft der Gemeinde. Denn parallel dazu ist längst geklärt, was mit dem bisherigen Schulgebäude im Ortsteil Barthelmesaurach geschehen soll: Dort soll künftig ein Hort für 125 Grundschüler entstehen. Der Umbau soll voraussichtlich noch 2026 beginnen.

Diese Doppellösung geht maßgeblich auf den einstimmigen historischen Beschluss des Gemeinderats vom 1. März 2023 zurück, den der Gemeinderat in langen Sitzungen unter Gölls Moderation vorbereitet hatte. Mit dem Beschluss zum „Integrierten Ganztags-Schulkonzept der Gemeinde Kammerstein“ wurde nicht nur eine zukunftsfähige Struktur geschaffen, sondern auch der „langjährige, fürchterliche Schulstreit“ innerhalb der Gemeinde endgültig beigelegt, wie der Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll sich ausdrückte.

Doch wie realistisch ist dieses ambitionierte Vorhaben? Genau dieser Frage widmete sich nun eine Machbarkeitsstudie, die Bauingenieurin Pia Regner, Chefplanerin der neuen Grundschule, dem Gemeinderat Ende Juli vorstellte. Regner und ihr Team vom Büro „Ing+Arch“ hatten gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung mehrere Begehungen durchgeführt, um die „Größenordnung einzuschätzen“. Auf dieser Basis beauftragte der Gemeinderat Regners Büro einstimmig mit den Leistungsphasen 1 bis 3, darunter auch mit der Erstellung einer „qualifizierten Kostenberechnung“.

Wie Regner ausführlich erläuterte, stellt insbesondere der Brandschutz eine zentrale planerische Aufgabe dar. Ebenso müsse die Barrierefreiheit des Gebäudes sichergestellt werden. Geplant ist daher ein Aufzug, der alle drei Etagen erschließt und auch für Rollstuhlfahrer nutzbar ist – eine Herausforderung angesichts der versetzten Halb-Stockwerke, in denen die Klassenräume im alten Schulhaus bislang angeordnet sind. Aufgrund dieser Bauweise werde ein Aufzug mit „Durchladefunktion“ benötigt, also ein Modell, das die Türen nach beiden Seiten öffnen kann.

Die bisherigen Klassenzimmer der Barthelmesauracher Schule sollen künftig als Kreativ- und Hausaufgabenräume genutzt werden. Handlungsbedarf besteht zudem im Erdgeschoss: Dort müsse im hinteren Bereich der Schule ein Feuchtigkeits-Problem gelöst werden, wie Regner sagte. Das Mauerwerk der Schule, die auf ihrer Rückseite etwa ein Stockwerk tief im Hang steht, müsse „technisch trockengelegt werden“, erklärte Regner.

Ihr Bericht, so die Planerin, stelle eine „Grundlage für die Planung“ dar, auf der nun die nächsten Schritte aufbauen. Zu den größten Einzelmaßnahmen zählt der Bau einer neuen Mensa. Ein bislang überdachter Teil des Pausenhofs soll dabei in einen großzügigen Raum umgewandelt werden. Vorgesehen sind eine gedämmte Bodenplatte sowie Glaswände. In der Mensa können die Hortkinder künftig zu Mittag essen, während in einer angeschlossenen Küche die Speisen „frisch zubereitet“ werden sollen.
Die Kosten für den gesamten Umbau schätzt Pia Regner derzeit auf „etwas über einer Million Euro“. Eine exakte Summe sei jedoch erst möglich, wenn die Planungen weiter konkretisiert seien.

Wann genau die ersten Kinder mit Bussen von der neuen Grundschule in Kammerstein nach Barthelmesaurach in den Hort fahren werden, ist noch offen. Klar ist jedoch: Angesichts der Pflicht zur Ganztagsbetreuung ab 2026 sieht Bürgermeister Göll die Gemeinde gut vorbereitet. Mit den bestehenden 70 Hortplätzen sei Kammerstein „zumindest für zwei Jahre auf der sicheren Seite“. Und bis etwa 2028, so der aktuelle Zeitplan, sollte der Umbau zum Hort abgeschlossen sein: Ein weiterer Meilenstein in dem vom Kammersteiner Bürgermeister Wolfram Göll maßgeblich vorangetriebenen Gesamtkonzept für Bildung und Betreuung in der Gemeinde.

Wolfram Göll vor PV-Anlage

Das bisherige Schulhaus in Barthelmesaurach soll so rasch wie möglich zum Hort für 125 Kinder umgebaut werden. Baubeginn soll noch 2026 sein.

Kontakt

Wolfram Göll
Wilhelm-Dümmler-Straße 53
91126 Schwabach

Telefon: 0171 5308641
E-Mail: info@wolfram-goell.de

Kaffee mit dem Bürgermeister

Kaffee mit Wolfram Göll
Bürger-Sprechstunde jeden Donnerstag-Nachmittag
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Tel. 09122-925516

CSU Kammerstein

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